Gartenpflege bei Vermietung
Das Zeitfenster ist das Problem
Wer eine Ferienwohnung vermietet, pflegt die Außenanlage nicht dann, wenn es der Pflanze passt, sondern dann, wenn kein Gast da ist. Zwischen Abreise und Anreise liegen häufig wenige Stunden, in denen auch die Reinigung stattfinden muss.
Daraus folgt eine andere Prioritätensetzung als im Privatgarten. Nicht das beste Ergebnis zählt, sondern das verlässlichste bei begrenzter Zeit. Ein Rasen, der zwei Wochen ordentlich aussieht, ist hier mehr wert als einer, der bei täglicher Pflege perfekt wäre.
Bepflanzung mit geringem Anspruch
Die Auswahl entscheidet über den späteren Aufwand mehr als jede Pflegetechnik. Sinnvoll sind Stauden mit langer Blühdauer, Gehölze, die ihre Form ohne Schnitt halten, und Bodendecker, die den Boden schließen.
Ungeeignet ist alles, was regelmäßiges Ausputzen, Aufbinden oder Wässern nach Zeitplan verlangt. Einjährige Sommerblumen in Kübeln sehen bei der Anreise hervorragend aus – und drei heiße Tage später verwelkt, wenn niemand gegossen hat.
Was sich in der Praxis bewährt
- Gräser: halten Trockenheit aus, brauchen einen Rückschnitt im Jahr.
- Lavendel, Salbei, Thymian: kommen mit magerem Boden und Hitze zurecht.
- Bodendecker unter Gehölzen: verhindern Unkraut, ersetzen das Jäten.
- Automatische Bewässerung für Kübel: die einzige Lösung, die ohne Anwesenheit funktioniert.
Wer die Arbeit macht
Bei einzelnen Objekten übernimmt sie meist der Eigentümer selbst oder die Reinigungskraft mit. Ab mehreren Einheiten oder größerer Fläche stellt sich die Frage nach einem Dienstleister – und damit die Rechnung, ab wann Technik günstiger ist als bezahlte Stunden.
Diese Grenze liegt niedriger, als viele annehmen. Eine wöchentlich zu mähende Fläche summiert sich über eine Saison auf zwanzig bis dreißig Einsätze.